Mediaforschung 

Wunder des Industrieviertels: wie ein Sprudel schön macht

Verführungskolumne

Medien | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Ein Club mit schicken Menschen, die Musik dröhnt, Keira Knightley geht aufs Klo. Dorthin, wo vor großen Spiegeln fesche Frauen mit Rougepinsel, Augenbrauenbürste und Lipgloss in ihrem Gesicht herummalen. Knightley braucht das alles nicht. Sie zieht eine Plastikflasche Vöslauer aus der Tasche, schmiert sich einen Tropfen auf Lippen und Augenbrauen und verlässt überlegen lachend den Raum. Das Mineralwasser hat sie zur schönsten Frau im Club gemacht, die anderen starren ihr anerkennend hinterher. Am Ende des Vöslauer-Spots streckt ihnen Knightley Zeige- und Mittelfinger entgegen - ein handgemachtes "V“. "V“ wie "Victory“. "V“ wie "Vöslauer“.

"V“ wie "voll schön zu sehen, dass sie endlich glücklich ist“. Vergessen sind die Zeiten, in denen die schöne Knightley offenbarte, sie sei mit ihrer Figur so unzufrieden. Es scheint, als hätte der Hollywoodstar durch den Sprudel aus dem niederösterreichischen Industrieviertel endlich seinen Seelenfrieden gefunden.

Naivlinge mögen Vöslauer bloß für ein schlichtes Mineralwasser halten. Kenner der Vöslauer-Spots wissen hingegen: Es ist viel mehr. Das Wasser, das Anna Netrebkos Sopranstimme ölt. Das Wundermittel, das Schwimmerin Franziska van Almsick in einen Delphin verwandelt. Und einmal, als die Yacht von Supermodel Carolin Winberg auf Grund lief, tröpfelte sie einfach Vöslauer ins Wasser, und das Schiff konnte weiterfahren. Vöslauer ist nicht weniger als ein Zaubertrank.

Hätten die Römer damals schon Vöslauer gesoffen, sie hätten Asterix und Obelix ordentlich verdroschen.


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