"Überraschend, wie dumm die westliche Öffentlichkeit ist“

Medien | Gespräch: Wolfgang Zwander | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Der syrische Karikaturist Ali Farzat über Al-Kaida, die Macht der Künstler und den Krieg in seiner Heimat

Der Syrer Ali Farzat, 61, gilt als einer der wichtigsten Karikaturisten des arabischen Raums, wo er allgegenwärtig ist. Für seine mehr als 15.000 Karikaturen wurde er vielfach ausgezeichnet, aber auch verfolgt und gefoltert. Im syrischen Bürgerkrieg schlug er sich von Anfang an auf die Seite der Aufständischen. Heute lebt er in Kuwait, zu Wochenbeginn war er für einen Vortrag und eine Ausstellung für ein paar Tage in Wien.

Falter: Herr Farzat, wie haben Sie den Beginn des syrischen Bürgerkriegs erlebt?

Ali Farzat: Ich arbeite seit 35 Jahren als Karikaturist und stelle mit meinen Zeichnungen die Probleme des Alltags dar, mit denen sich die Bürger in Syrien und der arabischen Welt herumschlagen müssen. Diese Freundschaft zwischen dem Volk und mir verwandelte sich in Liebe, als ich das syrische Regime und seine Repräsentanten offen kritisierte. Bei den ersten großen Demonstrationen


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