"Ich fühle mich überhaupt nicht als Entertainer“

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Die Wiener Band Francis International Airport scheut konsequent große Gesten und erobert doch langsam die Welt

Entsprechen österreichische Popbands internationalen Standards? Auf den ersten Blick wirkt heute schnell eine Produktion gelungen und herzeigbar. Bei genauerem Hinhören merkt man zumeist aber, wenn eine Platte nicht in Williamsburg, sondern in Wien entstanden ist: weil der Sound doch nicht so toll oder das Englisch des Sängers komisch gefärbt ist. Man kann das als sympathische Eigenheit verbuchen - oder als Scheitern.

Wenn es derzeit eine heimische Band gibt, die überall mitspielen kann, dann Francis International Airport (kurz: FIA), ein in Wien lebender Haufen zurückhaltend-freundlicher Nerds aus niederösterreichischen Dörfern. Ihr Kopf, Sänger und Songschreiber heißt Markus Zahradnicek. Er träumt davon, einmal neben seinen Lieblingsbands im einflussreichen US-Onlinemusikmagazin Pitchfork aufzutauchen. Und er tut sehr viel dafür. Seinen Job kündigen etwa - "um genug


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