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Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Im Künstlerhaus-Keller eröffnete wieder ein Lokal. Diesmal mit Reinhard Gerer

Das Feng Shui war katastrophal. In den Burggraben des Künstlerhauses hinabsteigen zu müssen, die strengen Blicke von da Vinci, Tizian, Bramante und Velásquez, wo man doch nur zwecks Fraß und Suff hinging, und schließlich die mit jedem Jahr länger werdende Liste von hier schon eingegangenen Lokalen: die Kurzzeitdisco "Pueblo“, das Fußballerlokal "Noodles“, "Karl’s“, "Lobsterdock“, "Lobsterdock 2“, "Dock 5“ … ganz schlechtes Karma.

Kurt Bender, Besitzer der Location und noch vieler anderer Lokale in Wien, sowie seine langjährige Adjudantin Tina Schurian, dachten trotzdem, dass das hier ein großartiger Platz sei, um ein Lokal namens "Bergstation Tirol“ zu machen: 800 Quadratmeter groß, eine Alpin-Disco, die um sicher nicht wenig Geld aus bis zu 300 Jahre alten Stadelbalken, Kuhfellen, Milchkannen-Tischchen, Sessellift-Barhockern und einem DJ-Pult in einer umgebauten Liftgondel gebaut wurde,


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