Mehr davon: Hüttengaudi

Stadtleben | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Okay, ich muss zugeben: Für mich ist die Begeisterung, die "Hüttengaudi“ bei weiten Teilen der Bevölkerung auslöst, völlig unnachvollziehbar. Diese Kombination von Fichtenholz, Lederhose, Frittierfett, süßem Pfirsichgeist, Schweißgeruch und greller Humtata-Musik hat eher Fegefeuerdimensionen. Wahrscheinlich ein genetischer Defekt meinerseits.

Nicht alles, was auf Alm macht, ist automatisch eine stilistische Katastrophe, es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Bettel-Alm Das derzeit erfolgreichste der Hüttengaudi-Modelle. Nachdem ähnliche auf Edel-City-Hütte gestaltete Etablissements wie etwa das Die Alm ziemlich bald floppten, erfährt die Bettel-Alm enormen Zuspruch. Erstaunlich, aber wahr. Dass es an Retro-Food wie den überbackenen Broten, den panierten Hendlstreifen auf Salat oder den Spinatnockerln mit Schinken-Obers-Sauce liegt, ist unwahrscheinlich, eher an der "Auf der Alm, da gibt’s ka Sünd“-Suggestion. Die Bettel-Alm expandiert übrigens, demnächst wird


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