Zweimal Artrock: die Melvins und die Residents

Lexikon | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Die fidelen US-Metal-Dekonstruktivisten Melvins darf man dank ihrer Langlebigkeit mittlerweile vermutlich bereits als Rolling Stones der Böse-Buben-Musik bezeichnen. Im Rahmen einer sogenannten "Residency Shows"-Tour gastieren sie dieser Tage zwei Abende lang in Wien, um vier Alben und eine Mini-LP in voller Länge live aufzuführen. Los geht es am 13.5. mit dem Meisterwerk "Lysol" (1992), der (verhinderten) Hitplatte "Houdini" (1993) und zum Drüberstreuen noch der EP "Eggnog" von 1991; am 14.5. folgen, auch nicht fad, "Bullhead" (1991) und "Stoner Witch" (1994). Für Freude des finsteren Haufens heißt das: Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einmal. Buzz Osborne und Dale Crover, die beiden Melvins-Köpfe, werden bei dieser Gelegenheit vom Duo Big Business unterstützt.

Wer die Melvins mag, hat meist auch eine Schwäche für die Residents, die, um den Vergleich erneut zu bemühen, Rolling Stones des maskierten Artpops mit Theorieüberbau. Die seit 1969 aktiven und bis heute anonymen Musiker aus San Francisco gastieren unter dem Motto "Wonder of Weird" im Burgtheater -dummerweise zeitgleich mit dem zweiten Teil der Melvins-Festspiele. G S Arena, Mo, Di, 20.00 (Melvins) bzw. Burgtheater, Di 20.30 (The Residents)


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