Film Neu im Kino

Ekelhorrorremake, sauber aufgekocht: "Evil Dead"

Lexikon | Drehli Robnik | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

In einer Waldhütte zu Untoten mutiert, zerfleischen junge Amis sich und einander. So weit, so Schock. Teils analoge Effekte lösen da einigen Ekel aus. Weil "Evil Dead" das Remake von Sam Raimis Splatterklassiker ist, werden Objekte und Aktionen aus dem titelgleichen 1981er-Film hier appetitlich ausgebreitet, sogar auf Präsentiertellern. Wirkt wie Malen nach Zahlen (per Steadicam), ist aber "sauber" gemacht, und Regiedebütant Fede Alvarez erlaubt sich manch guten Zusatz: Nagelpistole, Zoom-Fahrt-Vertigo-Effekte - und viel Wasser, nasses Haar, fahles Licht. Ist jetzt schon "J-Horror 1999"-Revival? Egal. Was "Cabin in the Woods" hinterfotzig reflektierte, wird hier blauäugig ausagiert: Horrorfilmmachen ist auch nur Inventarbürokratie. Alles an seinem Platz, auch der final boy von 1981; Abspannaussitzen ist Ehrensache.

Ab Fr in den Kinos (OF im Haydn)


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