Das kleine Land zwischen großen Fronten

Politik | Analyse: Barbara Tóth | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

Sollen österreichische UN-Soldaten auf dem Golan bleiben? Diese Frage wird leider zum Wahlkampfthema

Nein, keinesfalls darf das Ganze ein Wahlkampfthema werden, beteuern SPÖ und ÖVP. Gleichzeitig ist es das schon. Die Rede ist von jenen 377 österreichischen UN-Soldaten, die derzeit auf dem Golan stationiert sind und darüber wachen, dass Israel und Syrien nicht wieder aneinandergeraten.

Bis vor etwas über einem Jahr war die seit dem Ende des Jom-Kippur-Kriegs 1974 bestehende Undof (United Nations Disengagement Observer Force) auf dem Golan ein beschaulicher UN-Stützpunkt im Nahen Osten, im internen militärischen Jargon auch "Holiday-Mission“ genannt.

Seit Syrien sich im Bürgerkrieg zerfleischt, ist es mit dem gemütlichen Pufferzonenbeobachten vorbei. Immer wieder liefern sich regierungstreue Truppen des Assad-Regimes Gefechte mit Rebellen in jenem schmalen Kontrollstreifen, den die Blauhelme überwachen sollen.

Der südliche Teil gilt als nahezu unkontrollierbar. Die Kroaten haben


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