40 Stunden Arbeit, 869 Euro Lohn

Politik | Bericht: Ruth Eisenreich | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

Jeder 20. Berufstätige ist arm. Sind gesetzliche Mindestlöhne die Lösung?

Anna A. ist 32, hat zwei Kinder und lebt in einem Dorf irgendwo in Österreich. Trotz Matura hat sie hier keinen passenden Job gefunden, also arbeitet sie als Verkäuferin - Teilzeit, denn der Kindergarten im Ort ist nur halbtags offen. Anna A. und ihr Mann verdienen zusammen 24.000 Euro netto im Jahr. An Urlaub ist seit der Geburt der Kinder nicht zu denken, und der alte Computer wird noch eine Weile halten müssen.

Anna A. gibt es nicht - aber es gibt viele wie sie in Österreich. 198.000 Menschen, gut jeder 20. arbeitende Erwachsene, waren im Jahr 2011 trotz Beschäftigung armutsgefährdet; in ihren Haushalten lebten auch 171.000 Kinder. Geht es nach den Grünen, werden diese Menschen nun zum Wahlkampfthema.

Am Tag der Arbeit forderte Grünen-Chefin Eva Glawischnig einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro brutto für Vollzeitjobs. 20 von 27 EU-Ländern haben bereits Mindestlöhne, Deutschland wird wohl bald


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