"Ich spreche die Sprache der Strolche“

Medien | Gespräch: Wolfgang Zwander | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

Wolfgang Höllrigl spürte Pistolen an seinem Kopf. Er kennt die Wiener Unterwelt und deren Geschichten. Ein Gespräch über den Boulevardjournalismus in Wien einst und jetzt.

Wolfgang Höllrigl, 60, berichtete im vergangenen Dezember in der Gratiszeitung Heute über einen Lastwagenfahrer, der vor einem Kindergarten auf seine Frau 22-mal mit einem Fleischermesser eingestochen haben soll. "Der Kraftfahrer gehört zur Sorte Mann, die zum Glück eher hinterm Halbmond lebt. In Ländern, wo das Gesäß beim Beten höher ist als der Kopf“, schrieb er. Rassismus und Islamfeindlichkeit wurden ihm daraufhin vorgeworfen, es kam zum öffentlichen Aufschrei, seine Redaktion beurlaubte ihn. Heute, fünf Monate später, steht der Lebenskünstler wieder bestens gelaunt an der Boulevardfront. Soeben hat er Platz genommen im Hietzinger Heurigen Wambacher, bestellt einen Apfelsaft und zieht aus einer Mappe Fotos, die angeblich die Tochter des Inzesttäters Josef Fritzl zeigen. "Dass ich die nie veröffentlicht


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