Jauchenjournalismus

Medien | Bericht: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

Wenn Jugendliche sterben bedrängt Österreich deren Angehörige. Die können sich dagegen kaum wehren

Sonntagsausgabe der Zeitung Österreich vom 5. Mai, Seite 10. Titel: "Florian: Tod war tragischer Unfall“. Rechts davon ein Bild des Unfallopfers mit einem Bier in der Hand, Florian P. starb nach einer Party. Er kam in einer Jauchengrube ums Leben.

Benjamin P., der Bruder des Verstorbenen, hat die Zeitungsseite eingescannt und auf Facebook gestellt, er hat Zeilen im Bericht grün markiert und dazu eine wütende Nachricht an Österreich verfasst: "Ihr Artikel über das Auffinden von Florian P. zeichnet sich durch eine Fehlerhäufigkeit aus, dass einem Wissenden beim Lesen eigentlich das Weiße aus den Augen kommen muss.“ Die Zeilen, die er grün markierte, waren inhaltlich fehlerhaft. Es ist mehr als die Hälfte des Textes. Der Ort, an dem die Party stattfand, war falsch. Der Unfallhergang war falsch. Die Markierung über den Fundort der Leiche war falsch.

Aber am meisten störte Benjamin


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