Kraliceks Festwochentagebuch  Notizen eines Festivalbesuchers auf der Suche nach dem Theaterglück (1)

"Kann jemand die Klerikalfaschisten rauswerfen?“

Feuilleton | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

Freitag, 10. Mai: Liebes Tagebuch! Mein diesjähriger Festwochenmarathon beginnt an ungewöhnlichem Ort und zu ungewohnter Stunde: in der Secession, um zehn Uhr am Vormittag. Die Pressebegehung der Ausstellung "Unruhe der Form“ steht auf dem Programm. Die Festwochen wollen darin dem Boom des Performativen in der bildenden Kunst eine Bühne bieten; mehr als 70 Künstlerinnen und Künstler sind beteiligt.

Georg Schöllhammer, einer der fünf Kuratoren, führt die Journalistenschar durch die auf mehrere Orte verteilte Ausstellung. In der Secession winden sich zwar zwei Performer auf dem Boden (der Beitrag des deutschen Künstlers Tino Sehgal), ansonsten ist von Performance aber nicht viel zu erkennen. Es ist der konzeptionelle Teil der Ausstellung, ohne Erklärung erschließt sich hier wenig.

Eines der Artefakte ist ein gläserner Dildo, den die Künstlerin Banu Cennetoglu zu einer Urne umfunktioniert hat. "Natürlich ist das auch ein performatives Objekt“, kommentiert Schöllhammer trocken.


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