Die Unangepassten

Stadtleben | Sinnsuche: Nina Brnada | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

Sie sind jung, konservativ und streben einen Job an, den keiner haben will: katholischer Priester

Die Erzählung von Jakob Chavanne klingt wie eine klassische Heldengeschichte. Ein prägendes Erlebnis krempelt das Leben eines unscheinbaren jungen Mannes von Grund auf um. Seine Verwandlung beginnt am Wühltisch beim Libro. Dort findet er eine CD um 3,90 Euro. Auf der Scheibe sind Reden von Papst Johannes Paul II.; darunter jene Worte, die ihm eine Vision für sein Leben gegeben haben, wie Chavanne sagt. Mit ihnen beginnt er die Geschichte seiner Bekehrung: "Sei niemals zufrieden mit Mittelmäßigkeit.“

Bis dahin sei er "ein gewöhnlicher Jugendlicher“ gewesen, sagt er im gymnasialen Wienerisch, "ein schlechter Schüler“. Er lächelt mit einer Milde, die zu erhaben scheint für einen, der erst 1983 geboren ist. "Früher sagte ich, was alle sagten. Ich tat, was alle tun. Ich führte ein Mainstreamleben.“

Heute nennt er sich nach seiner großen Inspiration Pater Johannes Paul. Was er für


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