Fußball Glosse

Manchester Retired: Sir Alex geht in Pension

Stadtleben | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

Der Fußball ist seit voriger Woche nicht mehr derselbe. Bei Manchester United hat Sir Alex Ferguson sich nach mehr als 26 Dienstjahren in die Pension verabschiedet. Der Schotte ist nicht als Gentleman bekannt. Unliebsamen Journalisten brüllte er gern aus nächster Nähe ins Gesicht. David Beckham schleuderte er im Zorn einen Fußballschuh an den Kopf. Und die Art, wie seine mächtigen Kiefer einen Kaugummi nach dem anderen zermalmten, ist das Gegenteil dessen, was auf der Insel als "stiff upper lip“ geschätzt wird. Unter der rauen Schale aber steckte einer der großen Kenner und Könner des Fußballs. "Fergie“ förderte Talente wie Beckham oder Cristiano Ronaldo, wusste aber auch reife Kicker wie Paul Scholes oder Ryan Giggs zu schätzen. Seine unfassbare Ära zeigt, wie absurd es ist, ständig den Trainer zu feuern. Viel klüger ist es, gleich einen Sir zu engagieren.

Wolfgang Kralicek über den Rücktritt einer Trainerlegende


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