Dr. jur. Tapa


Lokalkritik: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 20/13 vom 15.05.2013

In einer der kulinarisch dichtesten Gegenden Wiens machte noch ein Beisl auf

Irgendwann fuhren Lucia Zelikovics und Paul Pichler, beide Juristen, zum Surfen. Nach Südspanien, weil der Wind dort so gut sei. Und sie stellten fest, dass dort nicht nur der Wind super ist, sondern eine ganze Menge mehr, konkret Essen und Trinken, und zwar nicht nur Einfachheit und Köstlichkeit, sondern vor allem die Unkompliziertheit der Darreichung und des Genusses. Das machte ihnen Spaß, das wollten sie auch. Statt Anwalt sein.

Also suchten sie ein Lokal, fanden die finstere Bude eines Kreditvermittlers neben Gaumenspiel und St. Ellas, gegenüber der Stadt Krems, ums Eck von ChinaBar, Grünauer und noch gefühlten hundert anderen feinen Lokalen. Sie rissen Zwischendecken, Teppichböden und andere Ausgeburten der Einrichtungshölle raus, sorgten für neue Fenster, verlegten einen quasi unbehandelten Fichtenboden und portugiesische Fliesen (die spanischen hätten so eine lange Lieferzeit gehabt), bastelten

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