Glosse

Hätte Baumgartner geschwiegen, wäre er ein Star geblieben

Spitzensportlersteuer

Falter & Meinung | Wolfgang Zwander | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Jüngst war Red Bull in eine unangenehme Causa verwickelt: Ein Erpresser drohte, Getränkedosen zu vergiften. Noch unangenehmer ist für Red Bull der Fall Baumgartner, in dessen Stratosphärensprung der Konzern zig Euromillionen investierte.

Baumgartner zerstört gerade seinen Werbewert noch schneller, als er durch die Stratosphäre geflogen ist. Zuerst redete er "gemäßigten Diktaturen“ das Wort; danach bettelte er bis zur letzten Gerichtsinstanz darum, wegen eines einem Lastwagenfahrer versetzten Faustschlags verurteilt zu werden; und nun ist Steuerzahler Baumgartner unter Geschimpfe in die Schweiz abgewandert, weil ihm Österreich keinen "Spitzensportlersteuersatz“ von de facto 17 Prozent zuerkennen wollte. Für Red Bull gilt längst: Bei solchen Mitarbeitern braucht man keine Feinde und Dosenvergifter mehr.


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