Kommentar 

Rosenkranz’ Rücktritt kommt zu spät: Straches Image ist schon hin

FPÖ-Desaster

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kann die Faust wieder gen Himmel richten, seine störrische Landeschefin aus Niederösterreich ist zurückgetreten. Für Strache ist das ein wichtiger Erfolg: Er hat eine lästige Parteikonkurrentin entmachtet. Der FP-Chef hat Siege bitter nötig. In letzter Zeit war er ja kaum wiederzuerkennen. Zwar fuchtelte er auf Reden wie eh und je wild mit seinen Händen herum, aber er wirkte dabei nicht mehr wie der bedrohliche Angreifer, der die Republik in Angst und Schrecken versetzt, sondern vielmehr wie ein politisch Ertrinkender.

Für einen Parteichef, der noch vor nicht allzu langer Zeit den Kanzleranspruch stellte, sieht die Bilanz im Wahljahr gelinde gesagt bescheiden aus. Ein historisch hoher Verlust in Kärnten. Ein Minus in Tirol, ein weiteres in Niederösterreich. Nur in Salzburg gab es ein Plus. Die erfolgsverwöhnten Freiheitlichen fassten bei drei von vier Gelegenheiten saftige Watschen vom Wähler aus. An Straches misslicher Lage hat auch die niederösterreichische


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