Ein bisserl Lärm und ein paar Raufereien

Politik | Bericht: Ruth Eisenreich | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Anrainer protestierten vor einem Jahr gegen die Eröffnung von Ute Bocks Flüchtlingsheim. Wie ist es heute?

Eine wütende Frauenstimme hallt durchs Treppenhaus. "Wenn der noch einmal so rausgeht, dann hol ich die Polizei“, flucht Ute Bock. "Der“ ist ein verwirrter Mann, der zuweilen in Unterhosen auf die Straße geht - der zurzeit schwierigste Klient der Flüchtlingshelferin.

Er ist einer von 70 Flüchtlingen und Asylwerbern, die seit einem Jahr in der Zohmanngasse im zehnten Wiener Bezirk leben, im neuen alten Haus von Ute Bock. Bis 1999 leitete Bock hier ein Gesellenheim, in dem sie schwierige Jugendliche betreute, darunter auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Nach einer Drogenrazzia, bei der Heimbewohner verhaftet wurden, wurde Bock suspendiert. Als sie Jahre später öffentlich machte, dass sie - inzwischen zur wichtigsten Flüchtlingshelferin der Nation avanciert - mit finanzieller Unterstützung des Bauunternehmers Hans Peter Haselsteiner zurückkehren würde, machten


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