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Medien | Porträt: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Während ihrer Schwangerschaft wurde Corinna Milborn zur Puls4-Infodirektorin befördert. Die Geschichte einer steilen Karriere

Wenn Corinna Milborn von ihrer Zeit als Menschenrechtsbeobachterin in Guatemala erzählt, dann klingt alles sehr sachlich: das Exhumieren der Toten, die aufs Konto des guatemaltekischen Ex-Diktators Efraín Ríos Montt gehen. Das Befragen der traumatisierten Opfer, die die Massaker überlebten. Die Schüsse, die nachts durch den Wald pfiffen, und die Spitzel, die sie damals beschatteten.

Sie, die junge Studentin, die vorgab, bloß einen Sprachkurs zu machen, aber in Wirklichkeit für die guatemaltekische Exilopposition Bericht an die UN und die EU erstattete. Vier Tage brauchte man damals von den Bergen in die Stadt, um die Briefe abschicken zu können. Vor knapp zwei Wochen wurde Ex-Diktator Montt schließlich zu 80 Jahren Haft verurteilt. "Die Zeugenaussagen, die ich damals mit vielen anderen gesammelt habe, waren die Grundlage für den Prozess“, sagt Milborn.


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