Wenn Roboter menscheln: Daft Punk wollen der Musik das Leben zurückgeben

Feuilleton | Androidenforschung: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Das französische Produzentenduo Daft Punk hat bis dato nur drei Studioalben veröffentlicht. Trotzdem gilt es als legendär. Seltsam eigentlich, war doch gerade einmal das Debüt "Homework“ wirklich herausragend. "Discovery“ mit dem Hit "One More Time“ klang etwas käsig-ironisch, und das zuletzt veröffentlichte "Human After All“ war im Grunde ein Rohrkrepierer.

Doch mit ihrem neuen Album "Random Access Memories“ möchten es Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo jetzt offenbar so richtig wissen. Lustig: Ausgerechnet die beiden, die stets als Roboter auftreten, wollen die Musik wieder lebendig machen. Anstatt ihre Stücke zu programmieren, sollte auf der neuen Platte alles von Hand eingespielt werden, weil eine minimale Abweichungen produzierende menschliche Rhythmusmaschine eben noch schärfer groovt als ein perfekt arbeitender Computer.

Bereits 2008 haben Daft Punk mit der Arbeit begonnen, allerdings schnell ihre beschränkten Fähigkeiten als Instrumentalisten erkannt


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