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Kultur kurz

Feuilleton | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Preis für Trost Records

Mehr als 20 Jahre nach seiner Gründung als kleines Do-it-yourself-Kassettenlabel wurde Trost Records dieser Tage eine überraschende Auszeichnung zuteil: Das inzwischen weit über 100 Veröffentlichungen starke Wiener Label, das vornehmlich für Gitarrenmusik aus dem österreichischen Underground steht, erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik für, wie es so schön heißt, "eine der künstlerisch herausragenden Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes im vergangenen Quartal“. Prämiert wurde allerdings keine österreichische Produktion, sondern "Long Story Short“, eine 5-CD-Box, die einen Schwerpunkt des deutschen Jazzgiganten Peter Brötzmann beim Welser Festival Unlimited dokumentiert. Jazz, das kann Trost neuerdings nämlich auch - und zwar ziemlich gut, wie es scheint. "Ein editorisches und organisatorisches Meisterwerk, das historische Informationsfülle und prall gegenwärtige Spielkunst vereint“, urteilte die Schallplattenpreis-Jury.

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