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Brot, Radieschen, Butter, Salz - guter Gärtnergott, erhalt’s!

Grundkurs Kochen (199)

Stadtleben | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Alle reden von Spargel. Wir nicht (siehe Seite 21). Wir reden von seinem farblichen und geschmacklichen Kontrastprogramm, dem Radieschen. Herbe Schärfe, die erst durch Salz gemildert wird. Die basischste Art, das Radieschen zu sich zu nehmen ist: in Salz eintauchen (bitte Meersalz!), reinbeißen, fertig. Verachtet mir auch nicht das Radieschenbrot: Butterbrot (siehe Folge 1 dieses Lehrgangs) mit blättrig geschnittenen Radieschen belegen, salzen.

Das Radieschen hat den Vorteil, dass es nicht gekocht werden soll; mit anderen Worten: Es ist die Mutter aller Rohkost. Der geschätzte Hugh Fearnley Whitingstall empfiehlt einen Rohkostsalat, dessen Dressing sich über hauchdünn gehobelte Rote Rüben, Zucchini, Kohlrabi und Radieschen ergießt. Man kann das eine oder andere Gemüse durch Karotten, gelbe Rüben oder Gurken ersetzen. Nur Radieschen sollten immer dabei sein.

Das Dressing geht so: 1 TL scharfer Senf, 2 TL klarer Honig, 1 EL Zitronensaft, 4 EL Rapsöl (oder Sonneblumenkernöl), Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer in einem kleinen Schraubglas schütteln, über das dünn gehobelte Gemüse geben - fertig.

Die Blitzvariante eines Rohkostsalats geht noch einfacher: Radieschen mit der Reibe grob raspeln, etwas Olivenöl, ein Tropfen Zitronensaft dazu, salzen, fertig. Auch ein Karottensalat ist nach dem gleichen Muster schnell gemacht. AT

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