"Das Schreiben ist etwas Krisenhaftes“

Steiermark | Interview: Tiz Schaffer | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Die Grazer Literatin Olga Flor bekommt heuer den Anton-Wildgans-Preis. Ein Gespräch über Preise, Thomas Bernhard und das Bereuen auf dem Sterbebett

Für Olga Flors literarisches Können lässt die Industriellenvereinigung heuer 15.000 Euro springen. Sie stiftet nämlich den Anton-Wildgans-Preis, verliehen wird er im Oktober. Es ist nicht der einzige Preis, der der Grazer Autorin in den letzten Jahren zugesprochen wurde.

Falter: Frau Flor, Ende der Nullerjahre waren Sie von der Literatur ernüchtert, weil Sie trotz guter Kritiken und Preise nicht davon leben konnten. Wie sieht das heute aus?

Olga Flor: Ich kann mich nicht beschweren, aber: Ohne Preise und Stipendien ginge es nicht.

Sie wollten damals Ihre Dissertation am Institut für Astrophysik machen.

Flor: Nach einem Jahr habe ich gemerkt, ich war gerade dabei "Die Königin ist tot“ zu schreiben, dass beides nebeneinander für mich nicht zu machen ist. Es gibt Leute, die schaffen das, ich habe es nicht geschafft.

Schaffen Sie es, das Higgs-Boson,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige