Musik Tipp Pop

Der einsame Wolf als Panther, der brennt

Lexikon | aus FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Gut, die Musik von Tav Falco klingt nicht gestrig, sondern schon eher vorgestrig. Rock' n'Roll, bevor der Rock'n'Roll groß wurde, in Schmalz getaucht und mit einer kräftigen Brise Wüstenstaub bestreut. Aber, und das ist der Punkt: Es klingt saugut, wenn diese charismatische Stimme, wie auf einem der aktuelleren Tav-Falco-Alben, den "Tango Fatale" tanzt, von der "Lady From Shanghai" träumt oder dem "Gentleman In Black" erzählt und dabei ein großes Stück autobiografischen Rockabilly-Pops schafft: "A man without a country, a man without a home, he travels faster, he travels alone." Jetzt kommt der film- und Wien-affine US-Musiker wieder einmal in die Stadt, als Support bringt er die Nürnberger Sixties-Retroband The Mergers mit. GS

Chelsea, Mi 21.30


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