Buch der Stunde

Nicht unriskant, aber zielsicher zum Strand

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 22/13 vom 29.05.2013

Clemens Berger will’s wissen. Der in Wien lebende Burgenländer (Jg. 1979) hat keine Scheu davor, sich an Stoffen zu versuchen, die die meisten Autoren nicht einmal mit der Kneifzange angreifen würden. In "Ein Versprechen von Gegenwart“ erzählt er die Geschichte einer außergewöhnlichen erotischen Liebesbeziehung - sprachlich kunstvoll, aber auch hart an der Grenze zu Liebesfilmklischee und Edelporno. Genau darum geht es hier: Von der ersten bis zur letzten Seite ist dieses Buch ein Balanceakt.

Treffen sich zwei: Eine Frau (dunkelhaarig, rotes Kleid, leicht russischer Akzent) und ein Mann (auch er gut aussehend, entspannt, selbstsicher) entbrennen füreinander und führen ein auf Sex und Restaurantbesuchen basierendes Verhältnis: "Wie sie dasaßen an dem erhöhten Ecktisch, an dem sie für mich immer noch und auf ewig sitzen, erinnerte mich an ein Versprechen von Gegenwart.“

Freut sich der dritte: Voyeur und Erzähler der Geschichte, der sich nach und nach in die Beziehung verstrickt.


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