Stadtrand Urbanismuskolumne

Wenn Reklameräder Parkplätze blockieren

Stadtleben | aus FALTER 22/13 vom 29.05.2013

Was den Stadtradler so ärgert: kein Abstellplatz, wenn man ihn braucht. Zum Beispiel. Noch ärgerlicher: wenn es zwar einen Radbügel gibt, der aber von einem dieser Selbstverwirklichungslädchen als Werbefläche genutzt wird. Das geht so: Man organisiert sich ein Schrottrad mit platten Reifen, malt es in den Farben des betreffenden Geschäfts an, montiert noch eine Reklametafel und sperrt es mit einem fetten Bügelschloss an den nächstgelegenen Fahrradständer. Andere bezahlen für so eine Fläche in Bestlage viel Geld.

Gut, könnte man argumentieren, solange nicht irgendwelche Großkonzerne einen auf Guerillamarketing im öffentlichen Raum machen, ist das ja okay. Andererseits: So ein Abstellbügel kostet. Und wer ihn für Werbezwecke missbraucht, nimmt einem Stadtradler den Abstellplatz weg. Gut, dass die Abschleppgruppe der MA 48 Schrotträder regelmäßig von den Bügeln abmontiert. Allerdings erst, nachdem sie schon acht Wochen vor sich hin gerostet sind. Acht Wochen Werbung. Unbezahlbar. Die Nummer der Abschlepp-Hotline: 588 17-0.

Christopher Wurmdobler hat schon fast die Abschleppgruppe angerufen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige