Prost!  Lexikon der Getränke. Diese Woche: Weinbeisserei Traubensaft rosé

Über Traubensaft, Pilzbefall und Homöopathie für Böden

Stadtleben | aus FALTER 22/13 vom 29.05.2013

Der auf biodynamische Bewirtschaftung ausgerichtete Betrieb Weinbeisserei ist, wie der Name schon ahnen lässt, vorwiegend auf Weine spezialisiert. Aber Weine sind jetzt nicht das Thema, es geht um den feilgebotenen Traubensaft rosé. Das Leitmotiv des Gutsherrn Hager Matthias (sic!) ist, nicht mehr hart zwischen Rot und Weiß zu unterscheiden, sondern mehr die braunen und blauen Linien der verschiedenen Beeren herauszuarbeiten.

Für die Nuancen der Traube ist bekanntlich die Art des Bodens mitverantwortlich, und da hat das Kamptal einige geologische Formationen zu bieten. Das reicht von verschiedenen Urgesteinsarten über Löss bis Lehm. Der seit 2006 dem Demeter-Bund angehörende Betrieb verfügt über stattliche 12,5 Hektar landwirtschaftliche Fläche, was ohne Rückgriff auf konventionelle Methoden doch eine gewisse Herausforderung darstellt. Aber wodurch zeichnet sich Demeter eigentlich aus?

Biodynamische Böden werden laut Demeter-Bund ausschließlich mit natürlichen Komposten gedüngt. Es wird eine Art Homöopathie aufs Feld gebracht - von Horn-, Mist- und Fladenpräparaten ist da die Rede. Tees und Pflanzenextrakte schützen vor Schädlingsbefall - da wird sogar Ackerschachtelhalm und Brennnessel bemüht, die vor Pilzen schützen sollen. Aber wie ist er, unser Traubensaft rosé? Ob er aus der bräunlichen oder bläulichen Ecke kommt, das lässt sich nicht genau sagen. Intensiv schmeckt er. Was das Management der Verdauung betrifft, ist Vorsicht geboten. MS


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