Festwochen Tipp

Drogenballaden als mexikanischer Albtraum

LEXIKON | HR | aus FALTER 22/13 vom 29.05.2013

Das Musiktheater "Die Ballade von El Muerto" des argentinischen Komponisten Diego Collati knüpft an die mexikanische Volksliedtradition der "corridos" an, die mit der Unabhängigkeit Mexikos im 19. Jahrhundert als gesungene Sozialchronik entstanden sind. Seit den 1970er-Jahren erzählen "narcocorridos" von Drogenkriegen und verherrlichen die Lebensgeschichten der Kartellbosse. Mittlerweile öffentlich verboten, sind sie umso populärer in Drogenhochburgen. El Muerto, ein Auftragskiller und Drogenkurier, wird zum Verhör in eine düstere Zelle verschleppt; er versucht den Staatsanwalt El Fiscal (Helmut Berger) zu täuschen. Die Drogenballaden, die von seinen Lebenslügen handeln, verfolgen ihn bis in seine Träume als Stimmen und Geister.

Hundsturm, Premiere Do 20.00 (bis 15.6.)


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