"Die Toten werd en weggeredet!“

Politik | Moderation: Florian Klenk | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Wie vorbildlich ist die Wiener Drogenpolitik wirklich? Und wie viele Tote könnte man verhindern? Ein heftiges Streitgespräch mit Ärzten und einer Patientin

Das Innenministerium trat kürzlich eine Drogendebatte los. Suchtkranken würden Ersatzstoffe (sogenannte retardierte Morphine) zu leichtfertig verschrieben. Man müsse dem Treiben Einhalt gebieten, die Verschreibungspraxis der Ärzte stärker kontrollieren und die Substitution "evaluieren“.

Die Stadt Wien und die Ärztekammer warnten: Die Drogenpolitik werde von konservativen Kräften schlechtgeredet. Die erfolgreiche Substitution, die zehntausenden Suchtkranken zurück in ein normales Leben verholfen habe, sei in Gefahr. Wie der Falter in einer Titelgeschichte recherchierte, wurde die Debatte nicht nur von Ärzten und Politikern angeheizt, sondern auch durch Lobbyisten eines britischen Pharmakonzerns ("Lobbystan forte“, Falter 17/2013) befeuert.

Wo Interessenlagen unklar werden, tut eine offene Debatte not. Der Falter bat vier


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