Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Tony Judt und Timothy Snyder: zwei Historiker im Gespräch

Politik | Joseph Gepp | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Die Veranstaltung am 10. Juni im Institut der Wissenschaften vom Menschen hat einen großen Abwesenden: Tony Judt, der 2010 verstorbene große Historiker, der sich zeitlebens mit Europa und der Zukunft seiner Staatlichkeit auseinandersetzte.

Einer von Judts geistigen Erben ist Timothy Snyder, US-Historiker und Autor des grandiosen Buchs "Bloodlands“ über Osteuropa zur Zeit Hitlers und Stalins. Judt und Snyder führten lange Gespräche, die in diesem Jahr unter dem Titel "Nachdenken über das 20. Jahrhundert“ im Hanser-Verlag erschienen sind.

Kommenden Montag diskutieren Snyder und der bulgarische Politologe Ivan Krastev, beide Permanent Fellows am IWM, über Judts geistige Hinterlassenschaft. Wo steht die Staatlichkeit Europas? Haben Staaten überhaupt Zukunft, wenn die sie tragenden Ideologien - ob Kommunismus oder Wohlfahrtsstaat - zerbröseln oder bereits zerbröselt sind?

Dies wird die Leitfrage der Veranstaltung sein, die vom Bruno-Kreisky-Forum, dem Hanser-Verlag und dem Eurozine mitveranstaltet wird. Moderatorin ist die US-amerikanische Historikerin Marci Shore.

10.6., 18-20 Uhr, IWM

9., Spittelauer Lände 3


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige