Wie poppt Wien?

Feuilleton | Einführung: Gerhard Stöger | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Das demnächst erscheinende Buch "Wienpop“ erzählt erstmals die jüngere Musikgeschichte der Stadt, von den ausgehenden 50ern bis zur Jahrtausendwende. Wodurch zeichnet sie sich aus? Wer hat sie geprägt? Und gibt es das überhaupt, eine Wiener Popmusik?

Ein Bub namens Willi Resetarits sitzt in der Küche und hört Radio. Wir befinden uns in der ersten Hälfte der 50er-Jahre; Willi ist erst kürzlich mit seiner Familie aus dem Burgenland nach Wien gezogen. Seitdem läuft das Küchenradio unentwegt, von früh bis spät. Es spielt Klassik, Easy Listening, was auch immer.

Willi Resetarits ahnt nicht, dass er selbst einmal aus dem Radio singen wird. Aber die Musik, die er hört, hinterlässt einen derartigen Eindruck, dass er sich auch knapp 60 Jahre später noch an sie erinnert, als er im Interview für das Buch "Wienpop“ seine musikalische Sozialisation schildert.

Resetarits’ Erzählung steht am Beginn von "Wienpop“, einem Buch, das die Popgeschichte der Stadt erstmals szene- und generationenübergreifend


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