Buch der Stunde

Vita activa: zwischen Arbeit und Burnout

Feuilleton | Andreas Kremla | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Welchen Sinn hat es, dass Unternehmen ihre Maschinen und Anlagen sorgfältig warten, ihre Mitarbeiter aber wie Wegwerfartikel verschleißen?“, fragt der Arzt und Bestsellerautor Joachim Bauer. In seinem neuen Buch mit dem schlichten Titel "Arbeit“ stellt er den von Arbeit Getriebenen die von dieser Ausgeschlossenen gegenüber. Und konstatiert, dass viel Arbeit im Zweifelsfall gesünder ist als Arbeitslosigkeit.

Frei von missionarischen Ambitionen referiert Bauer die jüngsten Ergebnisse aus Medizin, Neurologie und Psychologie zu Arbeitsverhältnissen und Arbeitsverhalten. So erfahren wir etwa, dass unser "Unruhe-Stresssystem“ mit breiter, flacher Aufmerksamkeit unseren Urvätern einst das Überleben in der Savanne sichern half.

Genau dieser Multitasking-Modus ist es aber auch, den uns heute viele Bildschirmaufgaben abverlangen - und der manche in die Überforderung treibt. Das Resultat heißt dann Burnout und Depression. Auch die erklärt Bauer - allerdings ohne scharf zwischen echtem


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