18 Jahre nach "Before Sunrise“: eine Romanze im Belastungstest

Feuilleton | Joachim Schätz | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

:: Sein drittes Buch sei noch besser als die ersten beiden, ambitionierter, wird Schriftsteller Jesse am Anfang von "Before Midnight“ gelobt. Das ist einigermaßen kokett von einem Film, der gerade zur Trilogie geworden ist, das Eigenlob aber dennoch verdient: "Before Midnight“ ist seinen beiden Vorgängerfilmen mindestens ebenbürtig, indem er in dornigeres Gebiet vorstößt.

In der Interrail-Romanze "Before Sunrise“ (1995) lernten sich Jesse (Ethan Hawke) und Celine (Julie Delpy) eine Nacht lang in Wien kennen. "Before Sunset“ (2004) vereinte sie neun Jahre später für einen Nachmittag in Paris. Handelten diese beiden Filme von der Möglichkeit einer Liebe, so geht es diesmal, nochmals neun Jahre später, um deren Wirklichkeit. Zwar begegnen wir Celine und Jesse - jetzt wird gespoilert! - fern vom Alltag beim Griechenlandurlaub wieder. Mit Zwillingstöchtern am Rücksitz und Sorgen um Jesses Sohn aus einer gescheiterten Ehe ist fürs zweisame Spintisieren aber deutlich weniger


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