Tragen, tauschen, teilen

Stadtleben | Bericht: Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Sparen ist nicht der einzige Grund für Secondhand-Kinderkleidung

Wir haben ein neues Sackerl bekommen!“ "Yippie!“ Die Kinder packen aus. "Ein Minnie-Mouse-T-Shirt!“ "Und Bücher!“ "Schau, für dich ist auch was dabei: eine Hose, ganz ohne Rosa.“

Bei uns ist mehrmals im Jahr Weihnachten. Aber die Geschenke bringt nicht der Weihnachtsmann, die bringen unsere Freunde, wir nennen sie edle Spender. Und sind unsererseits froh, wenn wir wieder einen Sack packen und loswerden können - an die edlen Abnehmer. So sind alle zufrieden, und man sonnt sich im Gefühl, Teil eines Kreislaufs zu sein.

Das lohnt sich, vor allem in dem Alter, in dem die Kleinen alle paar Monate die nächste Größe brauchen. Manche Hosen tragen wir, bis sie buchstäblich auseinanderfallen. Wie vielen Kindern sie vor uns gedient haben, darüber kann man nur spekulieren. Gab man früher noch guten Gewissens seine zu klein gewordenen oder alten Sachen zur Caritas, ist es heute schon schwieriger geworden, "richtig“

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