Ein Mounty im Wilden Westen

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Ein Kanadier, der bei den ganz Großen kochen lernte, macht in Penzing Tajine

Wenn man François Laliberté durch die Glasscheiben, die die eher karg gehaltene Ex-Pizzeria von seiner Küche trennen, beobachtet, bemerkt man einen gewissen Unterschied zu anderen Köchen. Er flitzt herum, macht dies, greift da, hat ordentlich Stress; kein Wunder, schließlich ist sein Mitte April eröffnetes "François im Vierzehnten“ jeden Tag bis zum letzten Platz voll, mittags und abends. Was umso außergewöhnlicher ist, als es in der Reinlgasse liegt, einer abgefuckten Verbindungsstraße zwischen der Hütteldorfer und der Linzer Straße im wirklich nicht gerade schönsten Teil Penzings. Aber das wäre bei jedem anderen Koch wohl auch der Fall. Der Unterschied ist dieser Ausdruck, dieses Strahlen. Dem Kanadier, der da hinter der Glasscheibe herumfliegt, geht es ganz offenbar großartig.

Nachvollziehbar, denn die Chance, in einer Gegend mit einem Lokal Erfolg zu haben, wo es sonst nur Lieferpizzerien und


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige