Park & Hide

Steiermark | Reportage: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Der Grazer Volksgarten gilt als Hot Spot von Drogendealern und Banden. Ein Lokalaugenschein

A nton Lederer deutet auf den Spielplatz und, dahinter, die buddhistische "Friedens-Stupa“. "Das ist sozusagen der ‚gute‘ Teil des Parks“, erklärt der Betreiber des aktivistischen Grazer Kunstvereins rotor. Auf den Bankerln hier sitzen Mütter mit und ohne Kopftuch, Jugendliche stellen in der Skaterbahn ihre Künste zur Schau, Buddhisten pflegen ihr Heiligtum. Doch den Park durchschneidet der Mühlgang, und was links davon ist, gilt als die gefährliche, die fremde Seite. Beim öffentlichen Klo erinnert eine Gedenktafel daran, dass hier schon mehrere Drogenkranke durch eine Überdosis umgekommen sind. Die Meile nahe der Sportplätze haben die Dealer besetzt, an einem schönen Tag dauert es nicht lang, bis man sieht, wie kleine Päckchen getauscht werden. Auch Lederer zischen die Händler regelmäßig zu: "Brauchst was?“ Und genau hierher geht er mit seinen Kunstprojekten für Jugendliche:


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