Einer für alle, alle für einen!

Unter dem Kürzel CMRK reiten vier Grazer Kunstinstitutionen wieder gemeinsam aus

Steiermark | Tiz Schaffer | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Initiativen kommen und gehen. CMRK ist geblieben. CMRK steht für den Zusammenschluss von Camera Austria, Grazer Kunstverein, Künstlerhaus und . Anfang des letzten Jahres haben sie sich das erste Mal zusammengetan, um im Viererpack gemeinsam zu eröffnen, um zu Künstlergesprächen, Filmabenden und Sonderführungen zu laden, auch um Wiener Publikum nach Graz zu bringen. So fährt auch diesen Freitag wieder ein kostenloser Shuttlebus von Wien nach Graz. Und natürlich wieder zurück. Wie schaut der Reigen nun aus?

Die Camera Austria zeigt "Where the sky is darkest, the stars are brightest" (19 Uhr). Es ist die erste große Einzelpräsentation des deutschen, heute in Berlin lebenden Fotokünstlers Sven Johne. Neben Arbeiten aus den letzten Jahren zeigt er zwei neue Serien: den "Griechenland-Zyklus" und "Der Weg nach Eldorado, die letzten sieben Kilometer". Johne vermisst die doppelten Böden der sogenannten "Dokumentalität", arbeitet an Themen wie "die Behauptung einer Reportage, das Interesse an marginalen Geschehnissen", oder der "Kluft zwischen Text und Bild".

Der Grazer Kunstverein setzt seine Erkundungen zum Thema "soziale Abstraktion" fort. Unter dem Titel "Tradition" (18 Uhr) wird eine Auswahl historischer Textilien des New Yorker Sammlers Seth Siegelaub präsentiert, die dieser für das Center for Social Research on Old Textiles im Laufe der Jahre angehäuft hat. Erstmals wurde die Sammlung der Öffentlichkeit voriges Jahr in London präsentiert, im Kunstverein sind Arbeiten von Willem Oorebeek, Lucy Skaer und Christopher Williams zu sehen.

Mit historischen Stoffen beschäftigt sich auch Kerstin Cmelka. Allerdings ist sie an einer "multimedialen Re-Inszenierung" von Stoffen aus Film, Kunst und Theater interessiert. Zur Eröffnung von "Kunst und Lebensform" (20 Uhr) im Künstlerhaus wartet sie mit der Theaterperformance "Change" auf, die sich mit dem Grazer Dramatiker Wolfgang Bauer auseinandersetzt, mit dabei schauspielenden Künstlerkollegen wie etwa Hanno Millesi oder Thomas Draschan. Zeitgleich wird im Künstlerhaus die erste institutionelle Einzelausstellung der steirischen Malerin Doris Piwonka eröffnet.

Und wenn das alles vergebens war, dann muss eben der mit seinen "Maßnahmen zur Rettung der Welt_Teil 2" (18 Uhr) aushelfen, übrigens auch sein Jahresmotto. Überlegungen wider die Krise stellen diesmal Anca Benera &Arnold Estefan, Swaantje Güntzel, Markus Jeschaunig, Folke Köbberling &Martin Kaltwasser und Ivan Moudov an, Letzterer stemmt sich zudem mit einer Performance gegen den Weltuntergang.

Graz, Fr, ab 18.00


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