Literatur Tipps

Als Exilant gescheitert, als Autor triumphiert

Lexikon | aus FALTER 23/13 vom 05.06.2013

Vergiss Somalia. Denke an das Land so, als würde es nicht mehr existieren." Mit diesem Ratschlag seines Bruders begann für Nuruddin Farah (Jg. 1945) im Jahr 1976 das Exil. In den folgenden 35 Jahren entstanden zwischen Europa, Amerika und Afrika drei Romantrilogien - in denen Somalia natürlich doch immer wieder Thema war. Der nun in Südafrika lebende Autor liest diese Woche in Wien aus seinem jüngsten Roman "Crossbones", der heuer bei Suhrkamp als "Gekapert" in deutscher Fassung erschienen ist. Um Einleitung, Lesung der Übersetzung und das Autorengespräch kümmert sich Ilija Trojanow. Er notiert zu dem Buch: "Anhand der gesellschaftlichen Auflösungserscheinungen am Horn von Afrika wird eine dramatische wie auch exemplarische Geschichte vom schwierigen Überleben in der Epoche des Katastrophenkapitalismus erzählt." SF

Alte Schmiede, Do 19.00


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