Kommentar

Yes we scan: wie Obama und sein Geheimdienst überall mitlesen

Netzpolitik

Falter & Meinung | Ingrid Brodnig | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

Vor kurzem hätte man es für die Handlung eines düsteren Hollywood-Thrillers gehalten: Der Geheimdienst der USA hat anscheinend ein System entworfen, mit dem er jederzeit auf die privaten Daten von Internetfirmen wie Facebook, Google oder Apple zugreifen kann - ausspioniert werden allerdings nicht die amerikanischen Bürger selbst, sondern der Rest der Welt.

Edward Snowden, ein 29-jähriger CIA-Mitarbeiter, hat sich als Informant zu erkennen gegeben. Wie er dem Guardian erklärte, will er nicht in einer Gesellschaft leben, in der ein derartiges Spitzelprogramm möglich ist. Snowden versteckt sich derzeit vor dem US-Geheimdienst in Hongkong. Seine internen Dokumente legen nahe, dass die USA das wohl umfassendste Überwachungsprogramm in der Geschichte des Internets aufgebaut haben. Die Ermittler können ohne Zustimmung eines Richters alle privaten Daten der großen amerikanischen IT-Konzerne einsehen.

Präsident Barack Obama entwarnte prompt sein eigenes Volk und erklärte, dass nur Internetuser


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