Damm drüber

Politik | Reportage und Fotos: Joseph Gepp | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

Grein, Theiß und Bratislava. Eine Reise zu drei Orten an der Donau, die der Flut trotzen

Das ist die Geschichte einer Welle, die sich mit ungefähr 4,2 Stundenkilometern, also der Geschwindigkeit eines Fußgängers, durch die Donau bewegt. Das ist die Geschichte von drei Orten an der Donau, die zeitversetzt, innerhalb von 56 Stunden, von der Welle getroffen werden. Und das ist die Geschichte von drei Dämmen rund um diese Orte, die hielten.

Vergangener Mittwoch, 5. Juni, Grein, Oberösterreich. "Das Schlimmste ist vorbei“, sagt Bürgermeister Manfred Michlmayr. Zwei Nächte zuvor, um vier Uhr morgens, hat der Scheitel des Hochwassers sein Städtchen erreicht. Jetzt verschanzt sich Grein hinter einem mobilen Wall, der aussieht wie eine Lärmschutzwand an der Autobahn. Noch gestern habe das Wasser bis zum Rand des Damms gestanden, sagt Michlmayr und zeichnet mit der Handkante eine Linie in die Luft. Inzwischen ist es einen Meter gesunken. Michlmayr wirkt erleichtert. Der Damm hat gehalten.


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