Nachgesehen  

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Die Gärtnerlehrlinge streuen NS-Opfern rote Rosen am Zentralfriedhof

Das war der Hitler“, sagt einer der Burschen, während ein anderer die Erde vom Gehweg ins Beet zurück kehrt. Hier wurde die Asche von 1600 Opfern des Nationalsozialismus begraben, steht auf der Marmortafel in der Mitte des Beetes. 1600 Männer, Frauen und Kinder, die in den Konzentrationslagern und Euthanasieanstalten der Nationalsozialisten ermordet worden sind.

Jetzt steht eine Handvoll Burschen mit Schaufeln und Spaten an der Gedenkstätte. Sie heben die alte Erde aus, geben neue hinein, setzen sorgsam Rosensträucher um die Marmortafeln.

Schüler der Berufsschule für Gartenbau und Floristik in Kagran verschönern gemeinsam mit Berufsschullehrer Heinz Marek die Gedenkstätte für NS-Opfer. Zum Beispiel das Grab gegenüber der Marmortafel, wo die sterblichen Überreste von 16 hingerichteten Widerstandskämpfern begraben sind. Auch dort kommen Rosensträucher hin, "so rot wie die Liebe“, wie es einer der Burschen sagt.


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