Istanbul ist überall: wie Architekten in Ostasien auf den Bauboom reagieren

Feuilleton | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

"Taksim haben wir jeden Tag“, sagt die südkoreanische Stadtforscherin Eunseon Park am Rande der Ausstellung "Eastern Promises“ im Museum für angewandte Kunst. Sie erzählt von dem Bau eines Designmuseums in Seoul nach Plänen von Zaha Hadid, wegen dem hunderte Straßenhändler ihr Quartier verloren. Gigantische Staudämme zerstören intakte Natur. "Im Unterschied zu Istanbul wird in westlichen Medien darüber kaum berichtet“, analysiert Park, die zufällig in der türkischen Metropole weilte, als die Revolte im Gezi-Park begann. "Es geht nicht um ein paar Bäume, sondern um Meinungsfreiheit und Machtmissbrauch.“

Eunseon Park gehört zur Gruppe Listen to the City, die Aktivitäten von Demonstranten dokumentiert - etwa die einer südkoreanischen Arbeiterin, die 309 Tage auf einem Kran verbrachte, um gegen ihre Entlassung zu demonstrieren.

Südkorea ist ein Schwerpunkt der von Andreas Fogarasi und Christian Teckert konzipierten, sehr informativen Ausstellung, die einen Überblick über


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