"Für die Grünen ist Exzentrik ein Straftatbestand“

Feuilleton | Gespräch: Matthias Dusini Florian Klenk | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

Der abgesetzte Kunsthallendirektor Gerald Matt rechnet mit der grünen Kulturpolitik ab

Er hat eines der schönsten Büros der Stadt. Gerald Matt sitzt im 13. Stock des Hochhauses Herrengasse und richtet sich eine neue Zukunft ein. Er war Direktor der Kunsthalle Wien (sein Nachfolger ist der deutsche Kurator Nicolaus Schafhausen) und wäre es wohl noch heute, hätte der grüne Koalitionär in der Wiener Stadtregierung nicht seine Ablöse betrieben. Matt wurde vieles vorgeworfen: Handel mit Staatsbürgerschaften, Spesenschindereien, Ausbeutung von Mitarbeitern. Die Justiz prüfte die Vorwürfe und stellte alle Verfahren ein. In einem Interview schildert Matt, wie er die Attacken der Grünen erlebte - und warum er diese für totalitäre Spießer hält.

Falter: Herr Matt, Sie waren Chef der Kunsthalle, aber sogar die SPÖ hat Sie fallengelassen. Was haben Sie falsch gemacht?

Gerald Matt: Jeder macht Fehler, und ich hoffe, ich lerne aus meinen Fehlern. Ich habe Medien, Menschen und Freundschaften


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