Wien, wo es isst  

Griechenviertel: Nicht mehr hinter der Mauer

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

Das Griechenviertel ist in Sachen Stadtentwicklung eines der wirklich interessanten. Mittelalterliches Mauerwerk trifft hier auf 50er-Jahre-Plattenbau, zwei konkurrierende griechisch-orthodoxe Kirchen, eines der ältesten Gasthäuser der Stadt (Zum Gelben Adler, heute: Griechenbeisl) und ein Gasselwerk, das einen noch immer ein bisschen in die Zeit versetzt, als das hier direkt hinter der Stadtmauer und generell ein eher verruchtes Viertel war.

Die spanische Hafenkneipe

Davon zeugen auch noch obskure und düstere Hütten, Sportwettencafés und Tschocherl-Espressos, ungewöhnlich für die Innenstadt, aber eine Aura ist eben eine Aura. Das El Pulpo ist besonders typisch für dieses Grätzel, ein finsteres Gewölbelokal, eine klassische Taverne, niedere Türe, kleine Fenster, durch die kaum Licht dringt.

Juan Jose Hernandez Velez, der Anfang der 80er mit der Bodega Manchega Wiens erstes spanisches Lokal eröffnet hatte, übernahm das urige Lokal vor drei Jahren und führt es seither als vor allem


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