"Er ist ein Macho“

Steiermark | Interview: Tiz Schaffer | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

Günter Brus wurde mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes gewürdigt. Anna Brus steht seit über 50 Jahren an seiner Seite. Ein Beziehungsgespräch

Der Wiener Aktionismus ist heute ein schillerndes Kapitel der Kunstgeschichte. Günter Brus war neben Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler die zentrale Figur einer Bewegung, die mit radikaler Körperkunst in den 1960er-Jahren für Aufregung sorgte und 1968 mit der sogenannten "Uni-Ferkelei“ ihren skandalösen Höhepunkt fand. Zwei Jahre später beendete Brus seine aktionistische Periode mit der "Zerreißprobe“, einer Aktion, mit der er das letzte Mal an seine körperlichen Grenzen ging. Danach widmete er sich seinen "Bild-Dichtungen“ und dem Schreiben. Seit 2011 ist das Schaffen Brus’, immer wieder neu arrangiert, dauerhaft im Bruseum im Grazer Joanneumsviertel zu sehen.

Bis zum Bruseum war es aber ein steiniger Weg, auf dem Günter Brus stets von seiner Frau Anna begleitet wurde. Im Wien der 60er-Jahre leben beide bettelarm,


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