Kunst Vernissagen

Tagebuch: Die Kamera blieb immer griffbereit

Lexikon | Ns | aus FALTER 24/13 vom 12.06.2013

Seit den 60er-Jahren hat die Künstlerin Ingeborg Strobl Alltags-und Reisefotografien aufgenommen, die tagebuchartigen Charakter haben. Für ihre Werkschau, die diese Woche in der Fotogalerie Wien eröffnet, wählte Strobl eine Aufnahme pro Jahr aus und kommentiert jedes der Kleinbilder. Die Wiener Künstlerin erzählt dabei über die gezeigten Orte und Personen ebenso, wie sie über die dafür verwendete (Analog-)Kamera nachdenkt. So führt die Schau etwa 1972 nach Stonehenge, das ihr wie ein "Mythos aus vergangener Zeit"erschien, oder nach Goa, wo sie noch im Vorjahr die von Planen und Tüchern verhängten Verkaufsstände festgehalten hat. Ihre Auswahl an Negativen wurde für die aktuelle Personale digitalisiert und jeweils im gleichen Format ausgearbeitet - in einen "Lebensfotoroman", der nicht zuletzt auch gesellschaftliche Umbrüche widerspiegelt.

Fotogalerie Wien, Mo 19.00; bis 20.7.


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