Kommentar 

Zum Weltflüchtlingstag: Die "Festung Europa“ muss sich öffnen

Umbrella March

Falter & Meinung | Rubina Möhring | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Das Schlimmste ist, keine eigenen vier Wände zu haben, ist diese Heimatlosigkeit“, so kürzlich die Worte einer syrischen Journalistin. Noch sucht sie nicht um Asyl an, um nicht als Mensch zweiter Klasse gebrandmarkt zu sein. Sie hofft auf ein Ende des Bürgerkrieges, auf die Rückkehr nach Damaskus. Ihr Mann, Mazen Darwish, ist dort seit Monaten als "Staatsfeind“ inhaftiert. Anfang Juni erhielt er den Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte, 2012 wählte ihn Reporter ohne Grenzen zum Journalisten des Jahres.

Für andere ist der Asylantrag die einzige Möglichkeit, ihr Leben zu retten. Zu Hause haben sie alles aufgeben: ihre Familien, ihren Kulturraum, ihre Erinnerung an das bisherige Leben zurückgelassen. Solche Entscheidungen sind bitter und schmerzhaft. Darüber hinaus ist ungewiss, welch fernes Land diese Menschen wird Fuß fassen lassen.

Zunehmend kommen auch Minderjährige, von ihren Familien teuren Schleppern anvertraut, damit wenigstens die Kinder in Sicherheit aufwachsen. Empfangen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige