Der F-Faktor

Politik | Analyse: Nina Horaczek, Barbara Tóth | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Nationalratswahl 2013 Kann man mit Frank Stronach regieren? Unmöglich, hieß es noch vor einem halben Jahr. Inzwischen lautet die Antwort: ja, warum nicht?

Sogar die Essiggurkerln hatte er eingepackt. Und eine weiße Porzellanschüssel. Frank Stronach, der Kontrollfreak, hatte alles in einer kleinen, schäbigen Sporttasche mitgebracht. Gekochtes Rindfleisch, vakuumverpackt. Paprika, Tomaten, Gurken, "Frank’s Naturprodukte Kernöl“ aus seiner eigenen Ölmühle, Apfel-Balsamico-Essig, sein persönliches Brotmesser. Es kleben noch Marmeladereste drauf, vielleicht vom Frühstück.

Wofür steht Stronach? Wer hat das Sagen in seiner Partei? Wie kommt er an seine Leute? Ja, warum tut er sich das alles an? Man kann versuchen, diese Fragen Stronach selbst zu stellen und wird dabei scheitern. Oder man kann ihn beobachten. Dann lernt man mehr über ihn.

Vergangenen Sonntag etwa, in der biederen Küchenkulisse des Puls-4-Studios in St. Marx. "Rezept für Österreich“ wird hier aufgezeichnet, jene


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