Demokratie oder Kapitalismus, das ist hier die Frage

Rezension: Markus Marterbauer | Politik | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Wolfgang Streeck legt mit "Gekaufte Zeit“ eine brillante Analyse vor, die die Krise der demokratischen Marktwirtschaft auf den Punkt bringt

In der Finanzkrise, die Europa seit 2008 erschüttert, kulminiert eine tiefgreifende Krise des demokratischen Kapitalismus. Sie begann schon in den 1970er-Jahren, als die Kapitalseite aus dem sozialstaatlichen Konsens ausbrach und ihr Liberalisierungsprojekt startete. Negative soziale und wirtschaftliche Folgen dieses Projekts für die Lohnabhängigen wurden immer wieder übertüncht: zunächst durch die Inflation der 1970er-Jahre, dann durch die Zunahme der Staatsverschuldung in den 1980er-Jahren und schließlich durch die enorme Ausweitung der Verschuldung der privaten Haushalte.

Doch in der Finanzkrise sind diese Strategien an ihrem Ende angelangt, und nun stehen wir vor der Frage: Kapitalismus oder Demokratie? Diese Thesen Wolfgang Streecks, des Direktors des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung, sorgen seit Erscheinen seines Buches

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