"Er übertreibt bis zur Peinlichkeit“


Interview: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Der designierte Museums-direktor Achim Hochdörfer erklärt, warum der Maler Albert Oehlen kein Sexist ist und wer gerade am Markt abstürzt

Unorthodoxe Nachdenklichkeit ist die Stärke des Kunsthistorikers Achim Hochdörfer, der sich im Wiener Museum moderner Kunst vom Praktikanten zum Kurator und schließlich zum Museumsleiter hochgearbeitet hat. Bevor er als Direktor ans Museum Brandhorst nach München geht, hat er in Wien noch eine Ausstellung des deutschen Malers Albert Oehlen (58) kuratiert, der bisher im Schatten von Malerheroen wie Gerhard Richter oder Georg Baselitz stand. Hochdörfer gilt als Spezialist für amerikanische Nachkriegskunst und hat in seinen Essays die Aktualität der Malerei immer wieder verteidigt. Nach der Eröffnung der Oehlen-Ausstellung jettete der Museumsmann in die Schweiz, wo auf der Art Basel jeden Juni das Gipfeltreffen der Kunstwelt stattfindet. Der Falter bat ihn ans Telefon.

Falter: Herr Hochdörfer, Sie sind gerade auf der Kunstmesse Art Basel, wo am

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